»Meine Spezialität ist
das Besondere.«

Juli Gudehus

»2D küsst 3D« | Methoden-Workshop

Wer gestal­te­risch im Drei­di­men­sio­na­len tätig ist, hat auto­ma­tisch auch mit dem Zwei­di­men­sio­na­len zu tun. Und umge­kehrt. Fla­ches und Phy­si­sches prä­gen, zitie­ren und simu­lie­ren sich gegenseitig. 

2D und 3D flir­ten mit­ein­an­der, berüh­ren und umschlin­gen sich, begin­nen zu ver­schmel­zen. Ist eigent­lich das Gesicht zwi­schen bei­den, das Inter­face, ein eige­nes, eigen­stän­di­ges? Oder gleicht es einem Janus­kopf? In was für einer Zwi­schen­welt ist es zu Hau­se? In die­sem Metho­den-Work­shop neh­men wir auf unor­tho­do­xe Wei­se gemein­sam Maß.

Sinn und Sin­ne sind hier­bei unser Instru­men­ta­ri­um. Wir erkun­den die Schnitt­men­ge zwi­schen den klas­si­schen Zustän­dig­kei­ten von Pro­dukt- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­si­gnern. Wir bewe­gen uns in die­sem Bereich bewusst an der Ober­flä­che und gehen immer wie­der in die Tie­fe. Dabei pas­sie­ren wir Typo­gra­fie, Far­be, Zei­chen, Ver­zie­rung, Anord­nung, Ori­en­tie­rung, Iden­ti­tät und eine Rei­he von Unter­as­pek­ten wie Unter­schei­dung, Ver­ste­hen, Ver­trau­en, Kon­ven­tio­nen, Wer­tig­keit und Inszenierung. 

War­um, wo und wie sind gra­fi­sche Ele­men­te wie Schrift, Pik­to­gram­me, Logos oder Mus­ter mate­ria­li­siert und ange­bracht? War­um, wo und wie sind Bild­schir­me, Leucht­di­oden, Dis­plays u.ä. inte­griert? Wie ergän­zen und beein­flus­sen sich Bedeu­tung, Infor­ma­ti­on und Funk­ti­on in wel­chem Kon­text gegenseitig? 

Wir berau­ben Gegen­stän­de ihrer zwei­di­men­sio­na­len Gewän­der und Acces­soires und klei­den sie neu ein. Wir beleuch­ten Über­tra­gun­gen, Ablei­tun­gen und Umwand­lun­gen von 2D in 3D und retour durch Schat­ten­wurf, Abbil­dung, Abs­trak­ti­on, Fal­tung, Prä­gung, Quer­schnitt, opti­sche Täu­schung et cete­ra. Wir ver­fol­gen gespannt das Ping-Pong zwi­schen Gra­fi­schem und Ding­li­chem – und spie­len ein Weil­chen mit. 

Ablauf

Prak­ti­sche Übun­gen wech­seln mit theo­re­ti­schen Exkur­sen und Kurz­vor­trä­gen. Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer arbei­ten in der Grup­pe, zu zweit und ein­zeln an von mir Gege­be­nem und an selbst Mit­ge­brach­tem. Wir beob­ach­ten, fra­gen und erfah­ren kon­kret: was hängt wie zusam­men, was weckt Ver­trau­en, ist wich­tig, ist schlüs­sig, schick, macht Spaß, et cetera.

Ziel

Grund­ver­ständ­nis von Poten­tia­len und Pro­ble­ma­ti­ken der gra­fi­schen ­Aspek­te von Raum- und Pro­dukt­ge­stal­tung. Bewusst­sein der hier­für erfor­der­li­chen Fähig­kei­ten und Kennt­nis­se. Inkom­pe­tenz-Kom­pe­tenz: die Fähig­keit zu erken­nen, was man nicht (so gut) kann, um gege­be­nen­falls Pro­fis hin­zu­zu­zie­hen und deren Arbeit ein­schät­zen zu kön­nen. Kon­zep­tio­nel­le Ansatz­punk­te für die eige­ne Arbeit. Wach­heit für Inspi­ra­ti­ons­quel­len, die der Begeg­nung von Zwei­di­men­sio­na­lem und Drei­di­men­sio­na­lem entspringen.

Ich kom­me gern auch zu Dei­ner Hoch­schu­le, Agen­tur, Insti­tu­ti­on, Fir­ma. Schreib mir ein­fach ein Mail, damit wir Details und Ter­mi­ne abstim­men können.

Nichts ist sicher und nicht ein­mal das ist sicher.

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