»Meine Spezialität ist
das Besondere.«

Juli Gudehus

mein roter Faden

Ein rotes, schma­les Hals­band war kurz nach der fran­zö­si­schen Revo­lu­ti­on Erken­nungs­zei­chen derer, die der Guil­lo­ti­ne im letz­ten Augen­blick ent­kom­men waren. 

Ich tra­ge die­sen roten Faden als Zei­chen mei­ner Trau­er um gelieb­te Men­schen, die ich ver­lo­ren habe. Er erin­nert mich an die noch immer offe­nen Wun­den, die sie in mei­nem Her­zen und in mei­nem Leben hin­ter­las­sen haben. 

Jedes Mal, wenn ich den roten Faden vor mir im Spie­gel sehe, hal­te ich kurz inne und freue mich, dass ich selbst lebe, lie­be und atme! Und ich fra­ge mich, was mich in mei­nem Leben leitet. 

Ich tra­ge ihn immer wie­der mal – so lang, bis er sich von selbst löst und ich ihn ver­lie­re. Das kann ein paar Wochen, manch­mal Mona­te dauern.