»Meine Spezialität ist
das Besondere.«

Juli Gudehus

sammeln

Ich samm­le offen­bar wie ich atme: eben­so bei­läu­fig wie orga­nisch. Sam­meln ist für mich ein Lebens­eli­xier. Sam­meln ver­sorgt mich mit Sub­stanz, von der ich in mei­ner Arbeit zeh­re. Mei­ne Samm­lun­gen umge­ben mich wie Frucht­fleisch rund um mei­nen Wesenskern. 

Ich lese All­täg­li­ches, Kurio­ses und Sel­te­nes auf, bota­ni­sie­re Ding­li­ches, 3d und 2d, Phä­no­me­ne, Tex­te und Wor­te, teils in Schub­la­den und Kis­ten, teils digital. 

Man­ches hebe ich auf, weil ich den­ke, dass ich es noch ein­mal irgend­wo ein­set­zen könn­te. Wenn ich etwas fin­de, das ich einer mei­ner Samm­lun­gen ein­ver­lei­ben kann, beglückt und befrie­digt mich das jedes Mal auf’s neue. Vie­les sam­melt sich von selbst. Wo drei von einer Sor­te sind, schlum­mert bereits der Grund­stock einer wei­te­ren Samm­lung. Meis­tens weiß ich dann noch nicht, was ich damit machen werde.

Ich betrach­te Sam­meln als Kul­tur­tech­nik. Eng damit ver­bun­den ist das Sor­tie­ren. Bei­des hat mit einem gewis­sen Blick auf die Welt zu tun, der mir Freu­de macht – einem Blick für mehr oder weni­ger offen­sicht­li­che Zusam­men­hän­ge und Verbindungen. 

Ich habe ein­mal gezählt, wie­vie­le Samm­lun­gen ich ana­log und digi­tal besit­ze und füh­re. Es waren um die hun­dert. Damit bin ich wohl schon auf der Meta­ebe­ne: ich samm­le auch Sammlungen.

Ger­ne zei­ge ich Dir eini­ge mei­ner Samm­lun­gen und erzäh­le Dir etwas dar­über – zum Bei­spiel über mei­ne umfang­rei­che Toi­let­ten­pa­pier- und Kunst­stoff­de­ckel-Samm­lung. Schreib mir gern eine Zei­le, wann Du mal hier in der Gegend bist!