»Meine Spezialität ist
das Besondere.«

Juli Gudehus

»Typografie für Kunst« | Methoden-Workshop

Kunst braucht Typo­gra­fie, wenn Text Bestand­teil einer ein­zel­nen Arbeit, einer Serie oder eines Œuvres sein soll. Ein Wort, ein Satz, ein Text braucht ein Aus­se­hen. Braucht eine Schrift. Viel­leicht meh­re­re. Wel­che? Die­se Fra­ge ist der ers­te Schritt in das Gebiet der »Typo­gra­fie« – der Gestal­tung von und mit Schriften. 

Jede Schrift hat ihren eige­nen Cha­rak­ter, erzeugt eine bestimm­te Atmo­sphä­re, eröff­net ein Asso­zia­ti­ons­feld und ver­mit­telt unter­schwel­lig Bot­schaf­ten. Die­se kön­nen für die beab­sich­tig­te Aus­sa­ge und Wir­kung genutzt wer­den – oder aber unge­wollt damit inter­fe­rie­ren. Paul Watz­la­wick sagt: Man kann nicht nicht kom­mu­ni­zie­ren. Das gilt auch und auf ganz eige­ne Wei­se für Schrift. Hier ist also Vor­sicht gebo­ten und Gespür gefragt.

Kunst braucht außer­dem Typo­gra­fie, wenn die eige­ne Arbeit via Web­site, Kata­log, Ein­la­dung und News­let­ter kom­mu­ni­ziert wer­den soll. Sowohl in der Wahl der Gestal­te­rin oder des Gestal­ters als auch in der Zusam­men­ar­beit mit ihr oder ihm erwei­sen sich typo­gra­fi­sche Grund­kennt­nis­se als vorteilhaft.

In die­sem Work­shop geht es im gestreck­ten Galopp durch die Schrift­ge­schich­te. Im Anschluss dar­an beleuch­ten wir gemein­sam und exem­pla­risch Schrift in der Kunst. Wir betrach­ten for­ma­le Ver­wand­schaf­ten und ver­schie­de­ne Lösun­gen für ver­gleich­ba­re Inhal­te. Wir prü­fen die Aus­wir­kung klei­ner und grö­ße­rer typo­gra­fi­scher Ver­än­de­run­gen. Wir erör­tern Kon­tex­te und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ab­sich­ten. Wir resü­mie­ren Aus­wahl­kri­te­ri­en und strei­fen dabei fol­gen­de Fra­gen: Wer bie­tet Schrif­ten an? Wer ent­wirft mir eine? Wo und wie kann ich aus­pro­bie­ren, wie mein Text in einer bestimm­ten Schrift wirkt? Wie kann ich Schrif­ten am eige­nen Rech­ner verwalten?

Die­ser Work­shop dreht sich im Wesent­li­chen um Schrift­wahl. Mein Work­shop »2d küsst 3d«, bei dem es um die phy­si­sche Umset­zung von Schrift geht, kann eine sinn­vol­le Fort­füh­rung die­ses Work­shops sein.

Ablauf

Prak­ti­sche Übun­gen wech­seln mit theo­re­ti­schen Exkur­sen und Kurz­vor­trä­gen mei­ner­seits. Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer arbei­ten in der Grup­pe, zu zweit und ein­zeln an von mir Gege­be­nem und selbst Mitgebrachtem. 

Ziel

Sen­si­bi­li­sie­rung für Schrift. Pro­blem­be­wusst­sein und Urteils­fä­hig­keit in typo­gra­fi­schen Fra­gen. »Inkom­pe­tenz-Kom­pe­tenz«: die Fähig­keit zu erken­nen, was man nicht (so gut) kann, um gege­be­nen­falls Pro­fis hin­zu­zu­zie­hen und deren Arbeit ein­schät­zen zu können. 

Kom­pa­ti­bi­li­tät

Ich kom­me gern auch zu Dei­ner Hoch­schu­le oder zu Dei­nem Stu­dio. Schreib mir ein­fach ein Mail, damit wir Details und Ter­mi­ne abstim­men können.

Typo­gra­fie ist wie Luft: Erst wenn sie schlecht ist, merkt es jeder.

Erik Spiekermann

Ich habe nie in der Wer­bung gear­bei­tet – mei­ne Exper­ti­se war die einer Edi­to­ri­al­de­si­gne­rin für Zeit­schrif­ten. Ich den­ke, dass Gestal­ter ein unglaub­lich gro­ßes Reper­toire haben. Sie lösen Probleme.

Barbara Kruger

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