»Meine Spezialität ist
das Besondere.«

Juli Gudehus

Postpourri

Über Jah­re hin­weg erhal­te­ne sowie gefun­de­ne Post­kar­ten drit­te­le ich längs und füge sie zu neu­en, pro­fa­nen Drei­ei­nig­kei­ten zusammen.

Vie­le der Post­kar­ten­mo­ti­ve sind kli­schee­haft oder klas­sisch. Die­se Wir­kung zu unter­lau­fen oder aus­zu­he­beln, reizt mich stets. Ande­re Moti­ve wie­der­um sind so eigen­wil­lig, dass eine Neu­kom­bi­na­ti­on ihrer Tei­le sehr ande­re Her­aus­for­de­run­gen stellt. Pla­nen kann ich dabei nichts, denn die Samm­lung der Tei­le ist eine höchst zufäl­li­ge. Die Post­kar­ten fin­den ihren Weg zu mir, ich samm­le sie nicht aktiv. Inso­fern ist es eher eine Ansammlung. 

Die meis­ten Post­kar­ten-Drit­tel schla­fen einen lan­gen Dorn­rös­chen­schlaf, bis sie sich mit einem zwei­ten Drit­tel liie­ren las­sen. Nur sel­ten gibt es Begeg­nun­gen mit einem drit­ten Drit­tel, die eine dau­er­haf­te Neu­ver­bin­dung aus­hal­ten. Oder gera­de­zu einfordern. 

Wenn ich sehe, wie Ele­men­te, Lini­en oder Inhal­te, Far­ben oder Akzen­te die kla­ren Trenn­li­ni­en über­spie­len und über­tö­nen, ent­zückt mich das jedes Mal auf’s Neue. Die­se Arbeit ist mei­ne per­sön­li­che Vari­an­te der »Pati­ence«. Sie hat etwas von Geduld- und Glücks­spiel. Sie hat etwas Medi­ta­ti­ves und schärft mei­ne Wahr­neh­mung auf ganz eige­ne Weise. 

Die (Bestand­tei­le der) Titel der jewei­li­gen Drei­tei­ler ent­neh­me ich ent­we­der der bedruck­ten Vor­der- oder der hand­be­schrie­be­nen (und bedruck­ten) Rückseite.

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